 |
 |
| "Jeder
Mensch hat ein Recht
auf menschenwürdigen Wohnraum" |
|
 |
|
 |
Unbeschreiblich sind die Lebens- und
Wohnbedingungen der Arbeiterklasse. Lebenswerter Wohnraum
ist nahezu unerschwinglich. Auf sich allein gestellt, greifen
beherzte Arbeiter, unter ihnen Rudolf Waisenhorn und Franz
Mähring, zur Selbsthilfe. Die "Gemeinnützige
Bau- u. Wohnungsgenossenschaft für Liesing und Umgebung"
nimmt ihre Tätigkeit auf.

|
 |
Die "Genossenschaft der K.u.K.
Hof- und Staatsdruckerei in Wien" wird gegründet.
14 Wohnhäuser mit insgesamt 102 Wohnungen werden errichtet.
Die Wohnungen in der Anlage am Franz Mähring Platz
7 in Perchtoldsdorf etwa, bestehen aus zwei Zimmern, Küche,
Vorzimmer, Bad und einem Hausgarten pro Wohneinheit von
100m².

|
 |
Der Mitgliederstand beträgt in
diesem Jahr 384. Von Beginn an werden namhafte Architekten
für das neue Denken gewonnen. Leitgedanke dieser Wohnbautätigkeit
ist der Grundsatz des zukunftsorientierten Planens, Bauens
und Verwaltens sowie der Schaffung von preisgünstigen
Wohnungen.

|
 |
Die soziale Situation in den Jahren
nach dem 1. Weltkrieg ist mehr als trist. Nur wenige Bauvorhaben
können aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation
realisiert werden.

|
 |
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten
wird die Bautätigkeit ganz eingestellt. Viele sozialdemokratische
Funktionäre wurden ihres Amtes enthoben, wie Max Weikhart,
der als Vorstand der gemeinnützigen Bau- u. Wohnungsgenossenschaft
für Liesing und Umgebung zurücktreten musste.
Beide Genossenschaften sind zur "Wien -Süd"
fusioniert.

|
 |
|
 |
Die erste Generalversammlung nach dem
2. Weltkrieg findet am 20.11.1948 unter dem Vorsitz der
Genossenschafter Franz Mähring und Josef Graf statt.
Die Bilanzsumme beträgt ca. 682.000 Schilling. 228
Mitglieder zählt die Genossenschaft damals. 1950 kommt
es zu einem Wechsel in der Genossenschaftsführung:
Maximilian Weikhart sen. und Karl Kolros übernehmen
die Funktion des Obmannes sowie des Obmannstellvertreters
und beginnen mit der Aufbauarbeit.

|
 |
Das erste nach dem Krieg errichtete
Projekt ist die Wohnhausanlage in der Grillparzerstraße
48-56, in Perchtoldsdorf. 5 Wohnhäuser mit 44 Wohnungen
helfen die drückende Wohnungsnot nach Kriegsende zu
lindern.

|
 |
Die "Wien-
Süd" feiert das 50-jährige Bestandsjubiläum.
Die Bilanzsumme beträgt bereits 54 Millionen Schilling.
Der Mitgliederbestand beträgt 707.

|
 |
Die 1.500ste
Genossenschaftswohnung wird fertiggestellt. Die "Wien-Süd"
erlebt ihre erste große Aufschwungphase. Die Generalversammlung
in diesem Jahr ist von einem Wechsel in der Genossenschaftsführung
gekennzeichnet: Dr. Maximilian Weikhart und Karl Bohuslav
lösen Maximilian Weikhart sen. und Karl Kolros in ihren
Funktionen ab.

|
 |
Das Ende der Wachstumsgläubigkeit
durch den "Ölschock" führt zum Umdenken:
Die Wohnungen werden kompakter und besser isoliert. Gleichzeitig
bildet sich die Tendenz zu mehr Wohnqualität:
Terrassenhäuser, gestapelte
Einfamilienhäuser und der verdichtete Flachbau sind
die typischen architektonischen Ausdrucksformen dieses Jahrzehnts.

|
 |
Im 70sten Bestandsjahr der "Wien-Süd"
zählt die Genossenschaft 3000 Mitglieder. Die 2.500ste
Genossenschaftswohnung wird errichtet. Die Bilanzsumme beträgt
750 Millionen Schilling.

|
 |
In diesem Jahr wird die "gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Arthur Krupp Ges.m.b.H" in den Verband der "Wien-Süd" integriert.
Die Gewog hat ihrem Firmensitz in Berndorf/NÖ und geht im Wesentlichen auf die seinerzeitigen Wohnbauaktivitäten der "Berndorf AG" unter Arthur Krupp zurück. Bei Wohnhausanlagen der Gewog, viele davon unter Denkmalschutz, prägen das Stadtbild von Berndorf deutlich.

|
|
Weiterer Anstieg der Genossenschaftsmitglieder
auf nunmehr über 6700. Die "Wien-Süd"
verwaltet 8191 Wohnungen, weitere 2887 werden
neu gebaut bzw. saniert. Mit 41 Angestellten erwirtschaftet
die Wohnbaugenossenschaft eine Bilanzsumme von 3,91 Mrd.
Schilling.

|
 |
Die "Wien-Süd" feiert in diesem Jahr
das 90. Bestandsjubiläum. Sie ist die drittälteste Bau-
und Wohnungsgenossenschaft in Österreich. Die Entwicklung
der letzten Perioden hat sich fortgesetzt und die
Zahl der verwalteten Einheiten ist kontinuierlich
weiter gewachsen - sie beträgt nun fast 14000. Die
"Wien-Süd" zählt jetzt
11162 Genossenschaftsmitglieder. Und auch die Bilanzsumme
überschreitet die 9 Milliardengrenze. Mehr als 2000 Wohneinheiten
sind entweder in Planung oder stehen vor Fertigstellung. Die Ende 1999 erworbene Genossenschaft „Merkur“ wird in die Firmengruppe "Wien-Süd" integriert und erweitert die Angebotspalette. Mit diesen Leistungen festigt die "Wien-Süd" ihre Spitzenposition
unter allen Mitbewerbern in Österreich.

|
 |
Trotz schwierig werdender Rahmenbedingungen
ist es der "Wien-Süd" möglich, den erfolgreichen
Weg der letzten Jahre fortzusetzen. Ein Leistungsvergleich
des Österreichischen Revisionsverbandes über die
gemeinnützige Wohnwirtschaft bestätigt, dass die
"Wien-Süd", hinsichtlich Bauleistung, Anzahl der fertiggestellten
Wohnungen und Bilanzsumme, unter allen gemeinnützigen
Wohnbauträgern Österreichs den absoluten Spitzenrang
einnimmt. Ein weiterer Expansionsschritt wird mit der Übernahme der gemeinnützigen
Wohnungsgesellschaft mbH. B-SÜD gesetzt, die im Burgenland zahlreiche Projekte entwickelt.
Durch die Übergabe der Großprojekte in Wien
11.,
"Am Hofgartel" und in der Lorystraße konnte das Konzept, Wohnwerte anzubieten, weiter ausgebaut
werden. Als einen wichtigen Ansatz dem rückläufigen
Förderungsvolumen entgegenzuwirken, zeigt sich die
Entscheidung der Organe der "Wien-Süd", den örtlichen
Wirkungsbereich auch ins Burgenland auszudehnen sowie
der Sanierung und Revitalisierung alter Wohnsubstanz
das notwendige Augenmerk zu widmen. Insgesamt werden
in den letzten beiden Jahren mehr als 1400 Wohnungen
neu errichtet bzw. saniert. Und die Bilanzsumme erreicht
ein Volumen von ca. 650 Millionen Euro.

|
 |
Die "Wien-Süd“ nimmt ab dem Jahr 2004 eine Konzernstruktur ein, die nunmehr aus der gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft mbH "Arthur Krupp“, der gemeinnützigen Bau- und Wohnungsgenossenschaft "MERKUR“ eingetr. Genossenschaft mbH., der gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft mbH. B-SÜD und der W-S Baubetreuungsgesellschaft mbH. besteht. Ergänzt wir die Unternehmensgruppe nunmehr auch durch die "W-S“ International Consulting GmbH, deren Kernaufgabe darin besteht, Projekte in unseren Nachbarstaaten, vornehmlich in der Slowakei, in Ungarn und in Tschechien zu entwickeln.
Dadurch wird sowohl die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens an sich deutlich gestärkt, wie auch die Reaktionsfähigkeit und Flexibilität auf Marktentwicklungen erhöht wird.

|
|
Im Jahr 2005 haben sich die Situation und die Rahmenbedingungen für den gesamten gemeinnützigen Wohnbau in Österreich nicht verbessert. Bedenkt man, dass das gesamte öffentliche Förderungsvolumen im Berichtszeitraum nur mehr 40 % des Standes von 1999 betrug, kann man die Auswirkungen in wirtschaftlicher, wohnpolitischer und sozialpolitischer Hinsicht leicht messen. Wie schon in den vergangenen Jahren war es der "Wien-Süd" durch eine Reihe von unternehmenspolitischen Entscheidungen und Maßnahmen möglich, die negativen Trends dieser Entwicklung weitgehend abzufedern. Dazu gehört verstärkt das Engagement in Sanierungsprojekten ebenso, wie die regionale Ausweitung des Wirkungsbereiches, sodass nun neben Wien, Niederösterreich und Burgendland auch Projekte in Oberösterreich durch die WS-O bearbeitet werden.
Neben den Tätigkeiten in Österreich entwickelt sich auch das Engagement der Unternehmensgruppe "Wien-Süd" im Ausland im Rahmen der Konzepte und Planungen. Dazu kommt, dass die "Wien-Süd" einige Projekte in Grenznähe zu Slowakei und zu Ungarn betreibt und dieses Wohnungsangebot, das auch frei finanzierten Wohnraum umfasst, in diesen Regionen vermarktet. Durch diese Vorgehensweise wird zweifellos auch ein Beitrag zur Integration in ein Europa neuen Zuschnitts geleistet.

|
|
Das gute Geschäftsergebnis für 2006 bestätigt den seitens „Wien-Süd“ seit Jahren erfolgreich eingeschlagenen Kurs und wird von einer überdurchschnittlichen Leistungsbereitschaft, Qualifikation und Motivation aller MitarbeiterInnen getragen.
Eine positive Entwicklung lässt sich - neben den Bau- und Sanierungstätigkeiten in Österreich - vor allem bei den Auslandsprojekten der „Wien-Süd“ verzeichnen. Die Phasen der einzelnen Vorhaben in Bratislava und Opoj laufen planmäßig. Während in Opoj die ersten Gebäude bereits im Entstehen sind und die notwendigen Maßnahmen zu deren Vermarktung umgesetzt wurden, steht ein Bauprojekt in Bratislava, nämlich im Stadtteil Koliba, kurz vor Baubeginn. Im Zusammenhang mit diesen Aktivitäten entwickeln sich weitere Perspektiven in Prag, Warschau, Laibach und Sofia. Schon heute zeichnen sich also erfreuliche Ansätze für weitere Auslandsengagements ab, die unter Beweis stellen, dass die Grundsatzentscheidung, auch die Märkte in den neuen EU-Staaten zu bearbeiten, richtig und zukunftsweisend war.

|
|
Es zeigt sich, dass, über den Neubaubereich hinausgehend, vor allem die Sanierungstätigkeit der "Wien-Süd" an Bedeutung gewinnt. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass 2007 Sanierungsvorhaben mit 636 Wohnungen fertig gestellt werden konnten.
Die starke Position der Unternehmensgruppe "Wien-Süd" konnte vor allem in Niederösterreich, und zwar gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Arthur Krupp Ges.m.b.H., und im Burgenland durch die B-SÜD, ausgebaut und gefestigt werden.
Als Auszeichnung für die hohe Sanierungskompetenz der "Wien-Süd" wurde für die Sanierung der zwischen 1869 - 1895 errichteten Arbeiterwohnsiedlung "Tschechenring" in Felixdorf, der "Niederösterreichische Baupreis 2007" zuerkannt. Dabei wurden Pionierleistungen insofern erbracht, als eine energietechnische Optimierung der thermischen Hülle durch Aufbringung einer Innendämmung, die Herstellung zeitgemäßer Wohnungsgrundrisse, die Erweiterung der Nutzflächen durch den Dachausbau, der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftungsanlage und die Errichtung einer Pellets-Heizungsanlage ausgeführt wurden.

|
|
|
|
 |